Arginin ist die wichtigste Aminosäure im Körper

Arginin, oder L-Arginin, kann als eine der 20 Aminosäuren betrachtet werden, die der Körper braucht, um richtig zu funktionieren. Diese Aminosäure kann im Körper aus Glutaminsäure und Prolin hergestellt werden. In dieser Hinsicht ist sie endogen. Es kommt jedoch vor, dass der Körper in Ausnahmesituationen die Fähigkeit verliert, L-Arginin zu synthetisieren, so dass seine Zufuhr mit der Nahrung erhöht werden sollte.

Was sind Aminosäuren?

Die Grundbausteine unseres Körpers sind vielleicht die Proteine, die aus Aminosäuren bestehen. Der Körper eines 70 kg schweren Erwachsenen enthält etwa 10 kg Proteine, was uns eine Vorstellung von der Kraft und dem Ausmaß gibt, in dem diese Verbindungen auf unseren Körper wirken.

Aminosäuren können die Hauptbestandteile von Proteinen sein. In der Natur gibt es mehr als 300 Arten von natürlichen Aminosäuren, von denen 20 in den Zellen lebender Organismen vorkommen. Je nachdem, woher sie stammen, kann man Aminosäuren in endogene, d. h. vom Körper selbst hergestellte, und exogene, d. h. aus der Nahrung stammende, unterteilen.

Der Hauptproduktionsort dürfte die Leber sein. Dabei werden einige Aminosäuren aus der Nahrung oder aus körpereigenen Proteinen abgebaut, und gleichzeitig können andere entstehen, die für die Proteinsynthese verwendet werden. Viele relativ seltene genetisch bedingte Krankheiten, wie z. B. die Phenylketonurie, gehen mit einem gestörten Aminosäureabbau einher, der unbehandelt zu geistiger Retardierung oder zum Tod führen kann.

Natürlich vorkommende Aminosäuren können als Arzneimittel eingesetzt werden, wenn der Eiweißstoffwechsel aufgrund unzureichender Zufuhr oder eines Eiweißverlustes durch chronische Krankheiten, Operationen oder Leberzirrhose gestört ist.

Auswirkungen von L-Arginin Mangel

Arginin kann als eine bedingt essentielle Aminosäure angesehen werden, was bedeutet, dass der Körper ausreichende Mengen an Arginin benötigt. Es ist jedoch zu beachten, dass ein möglicher Mangel an L-Arginin relativ selten auftritt, vor allem weil der Körper in der Lage ist, es selbst zu produzieren.

Es hat sich jedoch gezeigt, dass die Effizienz ihrer Bildung mit dem Fortschreiten des natürlichen Alterungsprozesses abnimmt. Bei Frühgeborenen kann die L-Arginin-Synthese ebenfalls beeinträchtigt sein. Ein Mangel an dieser Aminosäure kann auch bei Unterernährung auftreten.

Ein Mangel an L-Arginin kann zu einem Ungleichgewicht der Insulinsekretion führen und den Fettstoffwechsel in der Leber beeinträchtigen. Ein Mangel an Aminosäuren führt auch zu Störungen des Muskelgewebes und bei langfristigem Mangel sogar zu dessen Verschwinden.

Da Arginin die Synthese von NO – einem Schlüsselmolekül für das korrekte Funktionieren des Kreislaufsystems – beeinflussen kann, kann ein Argininmangel zu Herzerkrankungen führen.

Arginin – Kontraindikationen

Gibt es Kontraindikationen für die Einnahme von Arginin? Nahrungsergänzungsmittel und Produkte, die dieses Element enthalten, sind bei den folgenden Krankheiten und Zuständen nicht zu empfehlen:

  • Gallengangsobstruktion;
  • Hoher Grad an Bluthochdruck;
  • Verdauungsstörungen;
  • Überempfindlichkeit;
  • Beeinträchtigte Nierenfunktion;
  • Beeinträchtigte Leberfunktion.
  • Arginin sollte nicht von Personen eingenommen werden, die an Schizophrenie leiden, sowie von schwangeren Frauen und stillenden Müttern.

Eine längere Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln, die diese Aminosäure enthalten, kann zu einer übermäßigen Produktion von Stickstoffmonoxid führen, was den Blutdruck erhöht und die Leistungsfähigkeit des Herzmuskels verringert. Es können auch Magenprobleme auftreten.

Sind Arginin-Ergänzungen sicher?

Wer L-Arginin als Nahrungsergänzungsmittel einnehmen möchte, sollte einen Arzt über die möglichen Vorteile und Risiken der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln befragen. Sie sollten das Auftreten von Krankheiten ausschließen, die eine Supplementierung verschlimmern können.

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