Diabetes auf dem Vormarsch

Mein Grossvater hat es, meine Nachbarin und mein Arbeitskollege auch – Diabetes! Diese Krankheit wird im Volksmund auch als „Zuckerkrankheit“ oder schlicht „Zucker“ bezeichnet. Diabetes mellitus ist eine uralte Krankheit, die im alten Ägypten bekannt und auf einem Papyrus beschrieben wurde. Die Erkrankung wurde „honigsüsser Durchfluss“ genannt, da durch die Ausscheidung von Zucker der Urin süsslich schmeckte. Weltweit leiden rund 425 Millionen Menschen an der Volkskrankheit. Trotz des Wissens, welches bereits über die Krankheit erlangt wurde, steigt die Tendenz möglicher Erkrankter. Aber wieso? 

Diabetes – was ist das?

Es handelt sich um eine chronische Erkrankung, bei der insbesondere der Zuckerstoffwechsel gestört ist. Der gemeinsame Befund der Patienten ist ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel. Die chronische Hyperglykämie wirkt sich schädlich auf unterschiedliche Organe aus. Abhängig von der Ursache und vom Zeitpunkt des Auftretens der Erkrankung lassen sich verschiedene Diabetes-Typen klassifizieren. Grob differenziert wird zwischen der Typ-1-Diabetes und der Typ-2-Diabetes. 

Diabetes Typ-1

Der Diabetes Typ-1 ist die deutlich seltenere Form, welche eher im kinder- und jugendlichen Alter auftritt. Die Betroffenen leiden unter einer Autoimmunerkrankung, die dazu führt, dass die Bauchspeicheldrüse zu wenig oder gar kein Insulin erzeugen kann. Durch den entstehenden Mangel an Insulin kommt es letztlich zu der Zuckerkrankheit Diabetes. Vermutlich kann die Autoimmunerkrankung durch Virusinfektionen ausgelöst werden, aber auch die genetische Veranlagung spielt bei der Entstehung von Typ-1-Diabetes eine Rolle.

Diabetes Typ-2

Diabetes des Typs 2 ist die bei weitem häufigere Erkrankung. Hier kommt es nicht zu einem Insulinmangel, sondern die Körperzellen sind resistent gegenüber der Insulinwirkung geworden. In der Folge bleibt mehr Zucker im Blut zurück, woraufhin die Bauchspeicheldrüse auch entsprechend mehr Insulin produziert. Über eine begrenzte Zeit schafft sie das auch. Doch irgendwann ist die Kraft der Bauchspeicheldrüse erschöpft und zu diesem Zeitpunkt wird der Diabetes manifest. Es kommt zum Insulinmangel und der Entwicklung eines dauerhaft erhöhten Blutzuckerspiegels. 

Der Lebensstil spielt beim Typ-2-Diabetes eine essentielle Rolle, denn eine ungesunde Ernährung, Übergewicht und Bewegungsmangel erhöhen das Erkrankungsrisiko!

Symptome

Die Symptome der Zuckerkrankheit können sich auf unterschiedlichste Weise äussern und sind daher nicht immer eindeutig. Doch die ersten Krankheitsanzeichen können sein:

  • Gefühl der Erschöpfung
  • häufiges Wasserlassen
  • Heisshungerattacken
  • häufige Erkrankung an Infekten
  • starker Durst
  • Juckreiz
  • Sehstörung

Treten zwei oder mehrere Beschwerden auf, sollte man umgehend einen Arzt aufsuchen.

Welche Folgeerkrankungen können auftreten?

Der chronische Blutzuckerüberschuss erhöht bei Diabetikern das Risiko, dass sich Ablagerungen in den Blutgefässen bilden. Dadurch können Gefässerkrankungen entstehen, wie Herzinfarkt, Schlaganfall, koronare Herzkrankheit, Erkrankungen der Augennetzhaut, Nierenerkrankungen oder das diabetische Fusssyndrom. Ausserdem erhöht die Zuckerkrankheit das Risiko für Demenzerkrankungen – sprich die geistige Leistungsfähigkeit nimmt ab. Ein dauerhaft erhöhter Zuckerspiegel in unserem Kreislauf schädigt Nerven. Die Folgeschäden für den Organismus sind breit gestreut, es können fast alle Organe betroffen werden. 

Behandlung

Diabetes ist keine Krankheit, von welcher man vollkommen geheilt werden kann. Mit der richtigen Therapie und der korrekten Medikamenteneinnahme können die Betroffenen ein relativ beschwerdefreies Leben führen. Die Art der Behandlung ist individuell und richtet sich dabei an den jeweiligen Diabetes Typ. 

Diabetes Typ-1: Die Behandlung erfolgt mithilfe von Insulinspritzen von aussen.

Diabetes Typ-2: Es kann auf die orale Einnahme von Antidiabetika zurückgegriffen werden, welche eine Insulinausschüttung bewirken. Auf lange Sicht sollte die Behandlung durch eine Ernährungsumstellung und vermehrter körperlicher Aktivität umgestellt werden. 

Die Krankheit Diabetes mellitus erfordert vom Patienten ein hohes Mass an Disziplin. Die Betroffenen müssen ihr Leben selbst in die Hand nehmen und der Krankheit mit einem bewussten Lebensstil den Kampf ansagen. Vielleicht liegt hier die Möglichkeit, die Krankheit nicht als Krankheit, sondern als Chance zu begreifen. Wenn Fehlernährung, Übergewicht und Bewegungsmangel ursächlich zum Entstehen von Diabetes schon in jungen Jahren beitragen, dann ist es an der Zeit, die Gewohnheiten kritisch unter die Lupe zu nehmen und zu ändern. 

Wir wünschen unseren Lesern eine gesunde und bewegte Zeit!

Bildquelle: Pixabay

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